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“Die Chewra Kadischa dankt Herrn Dr. Wolfgang Weisleder
für die  Erlaubnis, sein Buch "Der Gute Ort, Jüdische Friedhöfe im Land  Brandenburg" zu verwenden

Wir bitten Sie um eine

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für den Erhalt und die Pflege

Jüdischen Friedhöfe

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Judischer Friedhof in Angermünde-1

Auf der B 2 aus Eberswalde kommend

vor der Tankstelle links in die Puschkinallee,

Richtung Angermünde Zentrum,

vor der Bahnunterführung auf der linken Seite

Toreinfahrt links neben den Häusern

Puschkinallee 3 und 4 nutzen, auf dem Hof

Größe 1956 qm,

Flur 5, Flurstücke 155,15712,158 und 159

Grundbuchblätter 457, 487 und 549

Jüdischer Friedhof in Angermünde

Seit Ende des 17. Jahrhunderts ist die Anwesenheit von Juden in der Stadt urkundlich belegt. Anfangs erfolgten deren Beisetzungen auf den Friedhöfen in Oderberg oder Schwedt. 1709 musste ein eigener Friedhof angelegt werden. Der »Gute Ort« war eine besonders wichtige Sache für die Gemeinde. Er existierte schon lange, ehe ein Stallgebäude im Hof der Klosterstraße 10 zur Synagoge umgebaut wurde. Eine Erweiterung des Friedhofs im Jahre 1835 spricht für das Wachstum der Synagogengemeinde. Ab 1865 wurde diese vom Kataster-amt als Eigentümer im Grundbuch eingetragen.

Bis heute ist das Gelände vor dem ehemaligen Berliner Tor, hinter der heutigen Puschkinstraße 3 und 4, als eine etwa anderthalb Meter höher liegende Fläche gut erkennbar. Am Ende des Zufahrtsweges steht seit 1914 ein kleines Gebäude für den Leichenwagen. Die letzte Beisetzung soll 1936 stattgefunden haben. Im Frühjahr 1939 meldete man die Auflösung der Synagogengemeinde. Drei Jahre später galt die Stadt als »judenrein«. 1941/42 gelang es den Eigentümern der an der Straße vorgelagerten Mehrfamilienhäuser, im Zusammenhang mit der regierungsoffiziellen Kampagne zur »Entjudung« des Grundbesitzes die Flächen zu erwerben. Die Stadt verzichtete auf ihr Vorkaufsrecht, sicherte sich aber bei der »Arisierung« das Eigentum an den Granitsteinen, Grabeinfassungen und Gedenksteinen sowie die Wegparzelle zur Leichenhalle, deren Eingangstürzugemauertwerden musste. Die wiederverwendbaren polierten Grabsteine verkaufte die Stadt an einen Steinmetz aus Eberswalde.

Nach Kriegsende wurdedieTüröffnungwiederaufgebrochen und erhielt ein neues Holztor. Das Gebäude diente jahrzehntelang als Autogarage. Auf dem Friedhof wurden zwei Kleingärten und ein Wäschetrockenplatz angelegt. Einige Grabsteine fanden zur Befestigung der Böschung oder als Treppenstufen Verwendung. Weil ein restlicher Teil noch immer aufgestapelt lagerte und in den Augen der Anwohner als Hindernis galt, transportierte man diese Steine in den siebziger Jahren zur Sondermülldeponie Schwedt. Scheinbar rechtmäßig und von keinem in Frage gestellt, wuchsen Obstbäume, Kartoffeln, Gemüse und Blumen auf den Gräbern.

Erst Mitte der neunziger Jahre wurde dieser Zustand durch Intervention der Jüdischen Gemeinde Land Brandenburg, durch die Berichterstattung der Medien und das streitig geführte vermögensrechtliche Rückübertragungsverfahren zum Politikum. Auf Beschluss der Stadtverordneten erfolgte ab 1996/97 eine Sanierung der Leichenhalle, mit dem Ziel durch das Kulturamt und unter Einbeziehung von Schülern eine kleine Erinnerungsstätte zu gestalten. Unsachgemäße Bauausführung verzögerte das Projekt. Mitte 2001 wurde im Zusammenwirken von Heimatverein, Heimatmuseum, Stadtarchiv und einer Projektgruppe des Gymnasiums alles fertiggestellt. Eine Informationstafel weist den Weg zur Ausstellung.

Jüdischer Friedhof in Gartz

Der Friedhof der Jüdischen Gemeinde in Gartz wurde um 1850 eröffnet. Er befindet sich am südwestlichen Stadtrand. Größe und Belegung deuten auf eine zu nächst wachsende Gemeinde. Von deren einflußreichsten jüdischen Familien wird aktenkundig berichtet, dass sie in Verbindung mit dem Tabakanbau und Tabakgroßhandel standen. Ab 1919 wurde das vor der Friedhofsmauer liegende Vorland kommunal bzw. privat bewirtschaftet. Man war sich damals vermutlich schon darüber klar geworden, dass man diese Fläche zukünftig nicht mehr für Bestattungszwecke benötigen würde. 1934 soll die letzte Beisetzung stattgefunden haben. 1940 wurde auch das eigentliche Friedhofsgrundstück durch Zwangsverkauf »entjudet«.

Auf der Grundlage des Befehls Nr. 82 des Obersten Chefs der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland von 1948 gelangte das Gelände mit Rückgabeurkunde des Ministers des Innern der Landesregierung Mecklenburg 1951 in das Eigentum der Jüdischen Landesgemeinde Mecklenburg mit Sitz in Schwerin. Deren Begeisterung angesichts der Rückgewinnung von Gemeindeeigentum hielt sich vermutlich in Grenzen, da sie sich mit der Unterhaltung überfordert sah. Warum der besagte Befehl der SMAD im Land Brandenburg nicht befolgt wurde, lässt sich nicht beantworten. Erst durch eine Gebietsreform nach 1990 liegt die Stadt Gartz jetzt in Brandenburg. Der Friedhof wurde dementsprechend nach aktuell geltendem Vermögensrecht durch eine förmliche gütliche Einigung 1999 an die Jüdische Gemeinde Land Brandenburg übergeben.

Das Friedhofsgelände an der Heinrichshofer Straße war durch jahrzehntelange Verwahrlosung in einem besonders traurigen Zustand. Partielle Aufräumungsaktionen und Verwendung der Pflegekostenpauschale konnten anfänglich wenig ändern. In diesem Fall war es nicht bedauerlich, dass nur Eingeweihte den Weg hierher fanden. Wie auf einem Ruinen- und Trümmerfeld stand kaum ein Stein mehr aufrecht. Die alten Linden an der ansteigenden Mittelachse verdunkelten den verwilderten Ort, in dessen oberem ältesten Teil sich die Hühner des Nachbarn tummelten. Stützendes Mauerwerk an den Terrassen des Hanges war marode, es bestand erheblicher Sanierungsbedarf. Bei den unzureichenden Finanzen blieb zu befürchten, dass es noch Jahre dauern würde, ehe dieser Platz sein beschämend trostloses Äußeres verlieren würde. Es grenzte an ein Wunder, was in kurzer Zeit trotz spärlicher Finanzierung unter Anleitung des Ordnungsamtes geschah. Eine ortsansässige Steinmetzfirma fügte fachgerecht die Grabsteinbruchstücke zusammen, reinigte die Steine und richtete sie am historischen Standort auf. Ein Schmiedemeister lieferte ein neues feuerverzinktes Eingangstor, gleichzeitig wurden große Mengen Wild wuchs gerodet, Unkraut beseitigt und abtransportiert. Was für ein überraschend ansehnliches Gesamtbild bot sich vielen Gästen der Stadt, die anlässlich der 750-jahr-Feier auch den jüdischen Friedhof Gartz besichtigen wollten!

Judischer Friedhof in Gartz-1

Von Schwedt auf der B 2 kommend an der Kreuzung links in die Heinrichshofer Straße Richtung Hohenselchow, auf der rechten Seite zwischen zwei Grundstücken führt ein Fußweg zum höhergelegenen Friedhof

Größe 2058 qm,

Flur 12, Flurstücke 39 und 40,

Grundbuchblatt 985

Judischer Friedhof in Greiffenberg-1

Auf der B 198 den Ort Richtung Gramzow

verlassen, nach ca. 3 km,

hinter der Abfahrt nach Günterberg,

rechts neben der B 198 auf einem Hügel

Gedenkstein

Größe 2120 qm, Flur 1, Flurstück 112, Grundbuchblatt 330

Jüdischer Friedhof in Greiffenberg

Für die kleine Jüdische Kultusgemeinde Greiffenberg musste 1809 ein gesonderter Bestattungsplatz gefunden werden, weil auf dem jüdischen Friedhof in Angermünde damals nicht mehr genügend Platz frei war. Eine geeignete Fläche konnte man ca. drei Kilometer nördlich des Ortes in der Gemarkung Günterberg erwerben. Später stellte sich heraus, dass durch Erweiterung des Angermünder Friedhofes auch dort wieder bestattet werden konnte. So blieb es in Günterberg bei höchstens 15 bis 20 Grabstellen, welche auf dem verhältnismäßig großen Platz so verloren wirkten, dass man auf eine Einfriedung verzichtete.

Man findet die kleine Anhöhe an der B198 in Richtung Schmiedeberg heute im Grünen verborgen. Die ursprüngliche Ausdehnung scheint auf ein kleines Fleckchen Erde zusammengeschmolzen. Geblieben sind nur wenige Fragmente von Grabsteinen bzw. aus Bruchstücken restaurierte Sandsteine, die wie Scherben von vorzeitlichem Geschirr vom Leben jüdischer Familien erzählen, die im 19. Jahrhundert hier gelebt haben.

In den Kriegsjahren 1942 bis 1944 wurde zwischen dem Bürgermeister und bevollmächtigten Vertretern der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland ein Grundstückskaufvertrag geschlossen. Für 50,- Reichsmark wechselte der Friedhofsamt Grabsteinen in kommunales Eigentum. Erst 1997, mit Hilfe des geltenden Vermögensrechtes, konnte dieser NS-Zwangsverkauf rückgängig gemacht werden. In der DDR lebende Juden und Christen haben den Ort 1964 gemeinsam als eine winzige Mahn- und Gedenkstätte durch einen zusätzlichen Gedenkstein dauerhaft gekennzeichnet und dadurch der Vergessenheit entrissen. Das war für die damalige Zeit - auch hinsichtlich der konkreten Gestaltung -durchaus keine Selbstverständlichkeit. Zur Erinnerung an die Israelitische Gemeinde Greiffenberg auf ihrem Friedhof im Gedenken an die jüdischen Opfer unter dem Faschismus mahnt der Text aus 1. Mose 12,3 im hebräischen Original und in deutscher Übersetzung die Besucher: Und der Ewige sprach zu Abraham: Ich werde segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

Jüdischer Friedhof in Lychen

Die uckermärkische Kleinstadt besitzt einen ungewöhnlich sorgfältig gepflegten jüdischen Friedhof. Hat man die Feuerwache gefunden, ist der Bestattungsplatz f    nicht weit, denn er liegt zwischen Feuerwache und dem Seeufer des Oberpfuhl. Im Grundbuch heißt es seit 1884 zur Lagebeschreibung »Rechts der Landstraße nach Prenzlau«. Die fast kreisrunde Anlage befindet sich auf einem kleinen Hügel, dessen Fuß mit Feldsteinen eingefasst ist. Durch Treppenaufgänge erreicht man eine liebevoll gärtnerisch gestaltete Fläche, auf der leider keine Grabstelle mehr zu sehen ist. Neben einer alten Eiche in der Mitte steht ein Findling mit Gedenktafel und folgender Inschrift: Dem Gedenken der hier ruhenden jüdischen Menschen deren Grabstätten von den Faschisten 1938-1945 geschändet wurden. DieToten mahnen uns!

Diese Tafel war 1970 im Auftrag der Jüdischen Landesgemeinde Mecklenburg angefertigt worden.

1942 scheiterte ein erster Versuch zum zwangsweisen Verkauf des Friedhofes für rund 100,- RM am Bürgermeister, der Kosten für »Instandsetzung« von 1.118,12 RM forderte. Die Bürokratie ließ sich Zeit. Auf Drängen der Gestapo kam 1944 im zweiten Anlauf endlich ein Kaufvertragsentwurf mit einem Kaufpreis von 210,-RM zustande. An die Stelle derjüdischen Gemeinde und der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland war zu diesem Zeitpunkt die berüchtigte »Vermögensverwertungsstelle« des Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg getreten. Auch diesmal machte der Bürgermeister Gegenforderungen in Höhe von 423,34 RM geltend, »für Aufräumungsarbeiten am zerstörten Judenfriedhof«. Er verwies auf seine diesbezüglichen Berichte vom 11. Februar 1943 an den Landrat in Templin und vom 22. Februar 1944 an die Staatspolizeistelle Potsdam. Jene Berichte sind nicht überliefert. Wegen der Hoffnung des Bürgermeisters aus dem Verkauf des jüdischen Friedhofes noch eine Art Kostenerstattung zu erzwingen, kam es trotz mehrfachen Mahnens bis Kriegsende nicht mehr zur Unterschrift unter den Vertrag.

Die Stadt Lychen ist sich der Bedeutung des »Guten Ortes« für ihr Ansehen im In- und Ausland bewusst. Das gepflegte Hügelchen wirkt mit seinen Blumenrabatten, die zwar die Unkenntnis über jüdisches Brauchtum verraten, und seinen einladenden Sitzbänken optisch wie eine bestens gelungene kommunale Parkanlage. Erfreulich, dass eine neuere Informationstafel Angaben zur Geschichte der Jüdischen Gemeinde vermittelt.

Judischer Friedhof in Lychen-1

Von Boitzenburg kommend

vor der Stadtmauer,

links am Oberpfuhlsee,

in der Parkanlage Hügel mit Gedenkstein

 

Größe 1030 qm, Flur 16, Flurstück 319, Grundbuchblatt 379

Judischer Friedhof in Prenzlau-1

Von der Autobahn A11, Abfahrt Prenzlau

kommend auf der B 198 nach Prenzlau,

nach der Bahnunterführung

an der Schule rechts in die Grabowstraße bis

zum Parkplatz linker Hand am Wasserturm,

Fußweg in den Stadtpark nutzen,

dort auf der linken Seiten

zwischen Hexenturm und Wasserturm,

genaue Lage heute nicht mehr erkennbar

 

alt

Größe 2156 qm, Flur 43, Flurstück 80, Grundbuchblatt 4524

Von der Autobahn A 11, Abfahrt Prenzlau kommend auf der B198 nach Prenzlau, nach der Kaserne, vor der Bahnunterführung rechts in den Süßen Grund, am Ende des unbefestigten Weges rechts die Trauerhalle aus rotem Backstein, Friedhof ist nur über Grundstück Nr. 5 und nach Absprache begehbar!

neu

Größe 5119 qm, Flur 7, Flurstück 151, Grundbuchblatt 5268

Jüdischer Friedhof in Prenzlau

Vom ältesten Bestattungsplatz Prenzlauer Juden im 14. Jahrhundert »vor dem Steintor« an der heutigen Friedhofsstraße ist nichts geblieben.

Erst um 1716 wird wieder ein »Juden-Kirchhof« angelegt und nach Bedarf erweitert. Ahn lieh wie sein mittelalterlicher Vorgänger vor der alten Stadtmauer lag er zwischen dem »Alten Kirchhof«, der städtischen Parkanlage und Baumschule. Auf alten Karten ist sein trapezförmiger Grundriss zu erkennen. Beisetzungen sollen auf dem älteren jüdischen Friedhof zwischen Wasser- und Hexenturm noch bis 1919 stattgefunden haben. Dann war die verfügbare Fläche vollständig mit Gräbern belegt. Ab 1935 empfand man diesen Judenfriedhof als besonders störend, denn der Stadtpark sollte künftig den Namen Adolf Hitlers tragen. DieStadtfordertezurSchließungund Räumungzum 1.Januar 1936auf, was aber zunächst unterblieb. Nach Schändung im November 1938 wurde die Fläche schließlich planiert und gestalterisch dem »Adolf-Hitler-Park« einverleibt. Für die Grabsteine hatte Prenzlau eine »Sonderbehandlung« vorgesehen. Fein säuberlich in Stücke zerlegt, verarbeitete man den Granit als Kopfsteinpflaster. Die hebräischen und deutschen Schriftfragmente waren immer gut erkennbar. Die Kosten der »Umgestaltung« wurden in perfider Weise der Synagogengemeinde in Rechnung gestellt. Diese makabere Geldforderung sollte sogar im Wege der Zwangsversteigerung beigetrieben werden. 1940/41 erwarb die Stadt zwangsweise den entweihten Grund und Boden, der 1952 dann auch noch zu »Volkseigentum« erklärt wurde. Das NS-Unrecht darf auch im Prenzlauer Stadtpark nicht zum Gewohnheitsrecht werden. Was Friedhof war, muss seiner ursprünglichen Bestimmung entsprechend wieder optisch kenntlich gemacht und vor dem bisherigen »Gemeingebrauch« geschützt werden.

Im Zuge der Sanierung der Brückenstraße an der Einmündung Goethestraße sind 1999 bereits die alten »Pflastersteine« entfernt worden. Alle Grabsteinbruchstücke, auch in der Straße nach Wittenhof, wurden geborgen, jedoch gänzlich unsortiert gelagert. Prenzlauer Schüler haben Grabsteinfragmente aussortiert, abtransportiert und so aufbewahrt, dass sie beim Rückbau des betreffenden Stadtparkteiles in einer würdigen Gedenkstätte verwendet werden können.

Süßer Grund Nr. 5 ist die postalische Anschrift des jüngeren, 1881 erworbenen und ab 1886 belegten dritten jüdischen Friedhofes Prenzlau. Zwischen Bahnlinie und Kasernen verschiedener deutscher Armeen eingeklemmt, im Schatten von Luftwaffe, Volksarmee und Bundeswehr, von privaten Kleingärten und Geflügelzucht umgeben, hat er scheinbar unbeschadet überlebt. 118 Grabsteine Prenzlauer Juden, darunter gefallene Soldaten des Ersten Weltkrieges und Opfer der Shoa, sowie einen Gedenkstein aus der Nachkriegszeit findet man im hinteren Geländeteil verborgen. Die 1887I98 errichtete Trauer- und Leichenhalle mit ihrer neogotischen Backsteinfassade wurde nach dem Zwangsverkauf an den Reichsfiskus, Luftwaffe, 1940 zeitweilig zum Pferdestall umfunktioniert und diente später jahrzehntelang als Einfamilienhaus. Die Jüdische Landesgemeinde Mecklenburg beauftragte 1958 offiziell die Mieter- und Pächterfamilie mit der Friedhofsinstandsetzung und -pflege. Dadurch finden alle Besucher diesen Ort stets in guter privater Obhut durch seine Bewohner. Eine Fernsehdokumentation aus der Reihe »Der unbekannte Ort« aus dem Jahr 1995, eine große Gedenkveranstaltung mit Rabbiner Manela 1997 und Eintragungen im Gästebuch haben die Bedeutung dieser steinernen Zeugen unterstrichen.

Jüdischer Friedhof in Schwedt

Den Quellen nach gab es den jüdischen Friedhof Schwedt schon vor 1709, jedoch existieren nur noch wenige Grabsteine aus dem 18. Jahrhundert. Dem Besucher, der in Bahnhofsnähe das ehemalige Friedhofsgärtnerwohnhaus Hel-bigstraße 16 entdeckt hat, bietet sich zunächst ein relativ guter optischer Gesamteindruck. Eine typische Feldsteinmauer, teilweise durch neueres Ziegelmauerwerk ergänzt, umschließt die Grabfelder und dient gelegentlich als Rückwand von Familiengräbern. Dazwischen findet sich auch eine Gedenktafel für acht Gefallene des Ersten Weltkrieges. Erst beim näheren Hinsehen erkennt man die Lücken in den Gräberreihen bzw. nur noch die Sockel oder Reste von Gabsteinen. Vom »Kirchhof mit Wohn haus und Leichenhalle« fehlen heute nicht nur Grabsteine und Einfassungen aus Metall, auch die Leichenhalle ist nicht mehr vorhanden.

Immerhin sind i2iGrabstellen mitteilweise eindrucksvoller Architekturvorhanden, die auf rund 250 Jahre Geschichte jüdischer Familien aus Schwedt hindeuten. Eine originale Liste der Todesfälle verzeichnet allein im Zeitraum von 1812 bis 1860 126 verstorbene Frauen, Kinder und Männer israelitischer bzw. mosaischer Religion, wie es damals hieß. Das Ende dieser Epoche erlebte der Ort 1942, als Hugo Meinhardt als letzter Jude und Mitglied einer Familiendynastie des Tabakanbaues und -handeis von seiner Haushälterin und Nachbarn begraben wurde. Zu diesem Zeitpunkt warder Friedhof schon geschändet (1938) und der Zwangsverkauf sämtlichen Grundvermögens der Synagogengemeinde an die Stadt bereits erfolgt.

Schwedt entschloss sich 1950151 zur unentgeltlichen Rückübertragung des jüdischen Friedhofes und der angrenzenden Flächen an den Landesverband Jüdischer Gemeinden in der Deutschen Demokratischen Republik. Bis zu dessen Auflösung durch den amtlich bestellten Liquidator war er auch Vermieter des Wohnhauses. Der sichtliche Sanierungsbedarf des alten Gebäudes dokumentiert eher mangelhafte bis fehlende Fürsorge des DDR-Verbandes. Die Jüdischen Gemeinden in Berlin oder Schwerin lagen in dieser Hinsicht doch verhältnismäßig weit entfernt. Ob und welche Abmachungen mit den Mietern getroffen worden sind und inwieweit diese zur Friedhofspflege beigetragen haben, ist unklar.

1978 erfasste ein ehrenamtlicher Denkmalpfleger sorgfältig fotografisch jeden Grabstein und jede Inschrift. Daraufhin erfolgte die Unterschutzstellung nicht nur im Stadtkreis, sondern auf Bezirksebene. Infolgedessen wurde ab 1984 durch einen entsprechenden Vertrag der kommunale Dienstleistungsbetrieb mit der Friedhofspflege beauftragt. 1991 konnten mit Fördermitteln einige Sanierungsmaßnahmen ermöglicht werden. Der Eingangsbereich wurde erneuert. Trotzdem der Friedhof ständig verschlossen gehalten und auch bewohnt wird - ein Teil des Friedhofes dient leider seit Jahrzehnten der Geflügel- und Kleintierhaltung - wurden in den letzten Jahren Grabsteine umgestürzt und beschädigt, zuletzt im November 1999. Die Eigentums- und Nutzungsverhältnisse des Friedhofes sind noch immer nicht geklärt.

Judischer Friedhof in Schwedt-1

Von Gartz auf der B2 kommend am städtischen Friedhof rechterhand vorbei, links in die Heibigstraße, an der nächsten Kreuzung rechts in die Heibigstraße, nach der Schule auf der linken Seite vor dem Bahnübergang

 

Ursprüngliche Größe 5237 qm,

heute noch ummauert 3639, früher 3769 qm

Flur 54, Flurstück 174,

Grundbuchblatt 835,

die fehlenden 876 und 592 qm des ehemaligen

dazugehörigen »Ackerland am Judenkirchhof«

sind heute teilweise angrenzendes Straßenland

geworden

Judischer Friedhof in Templin-1

Von Zehdenick kommend am Bahnhof vorbei, an der Kreuzung nach Prenzlau und Vietmannsdorf geradeaus, vordem Berliner Tor, neben der »Volkssolidarität« links in den Poetensteig gehen, rechts vor der Stadtmauer, gegenüber der Kleingärten, führt eine Treppe zum Hügel mit Gedenkstein

Größe 596 qm, Flur 42, Flurstück 81, Liegenschaftsblatt 2020

Jüdischer Friedhof in Templin

Die Einheimischen sagen noch immer »hinter der Volkssolidarität«, wenn man den jüdischen Friedhof sucht. Nahe dem Berliner Tor liegt er als kleiner Hügel neben dem Poetensteig. Er soll etwa zwischen 1800 und 1922 genutzt worden sein. Zu dieser Zeit lebten nur noch wenige Juden in Templin - die meisten hatten ihre Heimatstadt verlassen und viele lebten in der Großstadt Berlin. Der »Gute Ort« ist schon 1923 als städtisches Eigentum erfasst, ohne dass seine Zweckbestimmung in Zweifel gezogen wurde. Von den alten Grabsteinen ist heute keiner mehr zu sehen. Keine Erinnerungen an Kohns, Lewins, Marcuses, diezahlreiche Nachkommenschaft der Familie Pinkus, Herrn Pulvermacher, Frau Riesenfeld oder Schadow, von den Herren Stavenhagen und Timm oder dem Diplomingenieur Zöllner.

Auf der Grundlage eines bestellten Gutachtens des Amtsarztes wird der Friedhof am 20. Juli 1940 gesundheitspolizeilich geschlossen. Der »unhygienische« Judenfriedhof soll in eine Erholungs- und Parkanlage für »Arier« verwandelt werden. Wegen fehlender Arbeitskräfte bleibt es bei der Absichtserklärung. Rücksichtslos baut man einen Luftschutzbunker in den Hügel hinein, für solche kriegswichtigen Bauten waren Geld und Fachkräfte vorhanden. Um die Totenruhe von Juden machte sich dabei keiner Gedanken - die Reichsverteidigung ging vor. Erst ab 1951 setzte man die alten Pläne in die Tat um. Grabsteinreste mussten weichen, eine Rasenfläche mit Parkbänken wurde angelegt. i960 fertigten Kollegen der »PGH Gemeingut-Produktionsgenossenschaft des Steinmetzhandwerks freiwillig im Nationalen Aufbauwerk« einen Gedenkstein, der später leider durch einen Standardgrabstein mit gleicher Inschrift ersetzt worden ist. 1962 wurde die Ruhestätte der jüdischen Gemeinde Templin Volkseigentum und verwahrloste mehr und mehr.

Im Jahre 1988 musste man die kleine Anhöhe von wild wucherndem Wurzel-und Strauchwerk befreien. Die Abteilung Grünanlagen des VEB Stadtwirtschaft, Mitglieder der CDU-Ortsgruppe, der Jungen Gemeinde, Mitarbeiter der SED-Ortsparteileitung und des Rates der Stadt legten gemeinsam Hand an, um die geplanten Gedenkveranstaltungen am 9. November vorzubereiten. Den veralteten Gedenkstein fanden die Templiner in den letzten Jahren häufig vom Sockel gestoßen und beschmiert. Die Täter-in keinem Fall ermittelt-behandeln den Stein wie eine Art »Stehaufmännchen«, denn er wird immer wieder brav aufgerichtet. Nur ein geschwungener Treppenaufgang und die 1988 erneuerte Böschungskante aus Feldsteinen lassen mit etwas Phantasie den authentischen Anblick ahnen.

Trotz Neubaus der Entlastungsstraße »Enge Westumfahrung« blieb der Friedhof in einem Winkel zwischen der Fahrbahn und dem als Fußweg genutzten Poetensteig weiter zugänglich. Eine Lärmschutzwand könnte das Areal wohl optisch aufwerten, ob es dann jedoch noch »Ruhestätte« bleibt, ist fraglich.

Jüdischer Friedhof in Vierraden

Wenn im »Wegweiser durch das jüdische Brandenburg« ein Beitrag über Juden im Tabakhandel berichtet, so ist die Gegend um Vierraden und Schwedt deren Zentrum gewesen. Der große Tabakspeicher prägt noch heute die Silhouette des kleinen Städchens, welches nach Ende des Zweiten Weltkriegs schwer zerstört war. Im Volksmund wird der architektonisch auffällige Backsteinbau nach dem arischen Mitinhaber und Ariseur Lange »Langescher Speicher« genannt. Gäbe es dort nicht das Tabakmuseum und dessen kompetenten Leiter, wären die jüdischen Besitzer Assiran & Meyer genauso in Vergessenheit geraten wie der kleine jüdische Friedhof Vierraden. Dieser blieb zwar von Kriegsfolgen verschont, wurde dann aber ein Opfer der folgenden Jahrzehnte. Man findet ihn am nördlichen Ortsausgang, wenn man etwa 400 m Richtung Papierfabrik links dem unbefestigten Weg vor der Welsebrücke folgt. Nach ca. 150 Metern erkennt jeder die rund 1,30 m hohe Friedhofsmauer.

Der Tabakhändler Aron Seelig hatte 1860 den Begräbnisplatz, obwohl der schon seit dem vorangegangenen Jahrhundert existiert haben soll, der Synagogengemeinde Schwedt geschenkt. Sollte irgendwann eine eigene Gemeinde entstehen, hatte deren Gönner bestimmt, sollte er unentgeltlich bei einer Neugründung übertragen werden. Dieser Eventualfall ist nie eingetreten. Synagoge und Mikwe im wenige Kilometer entfernten Schwedt waren leicht zu erreichen. Bis etwa 1928 konnten ca. 30 Juden aus Vierraden in ihrer Heimatstadt beigesetzt werden.

Nach 1945 war der Friedhof noch einige Jahre fast unversehrt, dann verwahrloste er zunehmend. Neben den angrenzend gut gepflegten Kleingärten verwilderte das Gelände hinter der Friedhofsmauer. Kaum ein Grabstein stand noch aufrecht, als er 1988)89 auf staatliche Weisung förmlich wieder ausgegraben werden musste. Zwar war die Stadt immer noch Hochburg des Tabakanbaues in der DDR, doch längst dominierten die benachbarte Papierfabrik und das Petrolchemische Kombinat (PCK) Schwedt die Regionalentwicklung. Da man ganz andere Sorgen hatte, erfolgte die Sanierung des Friedhofs irgendwie halbherzig erst im politisch instrumentalisierten Gedenkjahr 1988.

Die schöne Feldsteinmauer wurde nur teilweise, vor allem im Eingangsbereich, optisch hergerichtet. Pfeiler aus damals raren neuen Ziegelsteinen zeigen wenig gestalterisches Bemühen. Sie halten ein eisernes Eingangstor, wie man es an vielen Grundstückseinfahrten vorfand. Ein kleiner Gedenkstein: Zur Erinnerung der jüdischen Gemeinde Vierraden kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es diese Gemeinde streng genommen nie gegeben hat und die konkrete Erinnerung an die Familien Gundermann, Meinhardt, Schwarz, Seelig oder Wangen heim in der DDR nicht sehr ernst gemeint war.

Auf den lokalisierbaren vierzehn Grabstellen stehen-als stumme Zeugen jüdischer Familiengeschichte - nur noch wenige Grabsteine aufrecht. Einige Grabplatten liegen schräg, zerbrochen bzw. in Bruchstücken aufgestapelt. Würden die Gartennachbarn nicht wachen, wären diese unwiederbringlichen familiengeschichtlichen Splitter sicher längst verschwunden. Von Zeit zu Zeit mähen städtische Arbeiter oder ABM-Kräfte den Rasen, dann sieht es vorübergehend ein wenig besser aus.

Der Status des geschützten Denkmals allein bringt noch keine Besserung des derzeitigen Befundes. Sollte sich keiner finden, der mit der überzeugenden Gestaltungsidee auch gleich die Realisierung und Finanzierung ermöglichen kann? Der Autor wünschte sich neben professionellem Engagement zum Beispiel vom Tabakmuseum, dass zukünftig Vierradener Schüler und Jugendliche diesen Ort behutsam erhalten und beschützen.

Judischer Friedhof in Vierraden-1

Von Gartz auf der B 2 kommend am Ortseingang links Richtung Papierfabrik Schwedt, vor der Welsebrücke links in einen unbefestigten Weg einer Kleingartensiedlung, nach ca. 150 m links eine Feldsteinmauer

Größe 561 qm, Flur 3, Flurstück 73, Grundbuchblatt 266

Besucherzaehler ©2012 Brandenburgische Heilige Bruderschaft Chewra Kadischa e.V.

Bestürzende Entdeckung auf Jüdischem Friedhof

Die 2012 wieder gegründete Beerdigungsgemeinschaft Chewra Kadischa macht auf dem Jüdischen Friedhof am Potsdamer Pfingstberg eine bestürzende Entdeckung: Bei Sanierungsarbeiten fanden sie im Sandsteinpflaster eines Gehwegs Kindergrabsteine.

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Felix-Mosche Berul, Vorsteher der Chewra Kadischa, mit geborgenen Kindergrabsteinen.

Quelle: Volker OelschlägerArtikel veröffentlicht: Dienstag, 28.06.2016

http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Bestuerzende-Entdeckung-auf-Juedischem-Friedhof

Am 24. Schwat 5772  ist

Isroel-Dovid ben Aron-Avrum Pitel

in eine andere Welt gegangen

Reb Dovid

Zum Gedenken an einem Lehrer, einem Freund, einem Menschen
und einfach einem Juden

Am 24. Tischrey  5685  ist er in Dvinsk (Daugavpils) in einer orthodoxen jüdischen Familie geboren.

Der Vater von Dovid ben Aron-Avrum, war ein Lehrer in einer jüdischen Schule in Dvinsk. Er fand großen Respekt unter den fast 50.000 jüdischen Bürgern dieser lettländischen Stadt. Rebe Dovid erzählte, dass am Tag der Brit Mila (Beschneidungstag)  die Familie Pitel eine herausragende damalige jüdische Autorität, Josef-Efraim Fischelevitsch besuchte. Er war eine in jüdischen Kreisen berühmte Persönlichkeit „Rogatschewer Goen“. Im Gedenken dieses Besuches betete Rebe Dovid am Tag des Sterbens von Rogatschewer Goen und aus dieser Erinnerung das ganze Leben.

Dovid Pitels wurde jüdisch-traditionell ausgebildet, deswegen  beherschte er neben der lettländischen Sprache auch fließend die Hebräische und Jiddische Sprache, die er für seine Muttersprache gehalten hat. In jungen Jahren ist er in die Jugendorganisation „Bejtar“ eingetreten und bis zum Eintritt in die Rote Armee war er dort ein aktives Mitglied.

Die Kriegsmühlen mit Feuer und Panzerketten sind über die Familie Pitels gerollt. Fast alle Familienangehörigen sind im ersten Okkupationsjahr in Lettland ermordet worden. Über mehr als 50 Familienmitglieder sind in dieser Zeit von den Nazis getötet worden.

Zusammen mit Bejtar-Freunden hat Dovid eine Entscheidung getroffen, freiwillig in die Rote Armee einzutreten. Am 15. September 1942 wurde er ein Soldat von der lettländischen Division, wo mehr als die Hälfte der Soldaten, Juden waren, die rechtzeitig Lattgalien verlassen konnten. Bleibend unter seinen Kameraden, hatte er die Möglichkeit, die jüdischen Gesetze einzuhalten, Tora lesen und täglich aus dem „Siodor“ (Soldatenrucksack) der Tfilin, den ihm sein Vater vor dem Gang nach Osten geschenkt hat, raus zunehmen und  zu beten. Dovid war in der Armee bis zum 11. Juni 1946. Nach der Demobilisation wurde er nach Lettland geschickt, um die Wirtschaft aufzubauen und das Land von restlichen nationalistischen lettländischen Gruppen zu reinigen. Am 01. März 1952 verlieh man ihm den Rang zum Leutnant und am 18. März den Rang zum Oberleutnant. Aber immer auf allen Arbeitsstellen, erinnerte er sich, dass er ein Jude war. Geheim haltend vor den Anderen, las er die Tora, betete und blieb den Lehren der Ahnen und Rogatschewer Goen treu.

Als die Sowjetmacht kaputt war und die Verbote religiöser Tätigkeiten aufgehoben wurden, wurde Dovid im Jahr 1994 ein Mitglied der Widergeburt der jüdischen Gemeinde Rigas.

Seit den ersten Tagen seines Aufenthalts in Potsdam, trat er aktiv in die Tätigkeit der jüdischen Gemeinde ein. Er war im Zentrum des religiösen Lebens. Er hat alle Versuche der Anderen abgestellt, die jüdische Gemeinde in Richtung Liberalismus, Reformation zu lenken. Der höchste Punkt seiner Tätigkeit in der Gemeinde war ein Geschenk der Gemeinde eine neue Tora-Rolle.

Das hat Dovid zum Gedenken an seine Eltern, Aron-Avrum und Sarah-Bejla Pitel.

Rebe Dovid ist in eine andere Welt gegangen und wir dürfen beten und die Lehren der Ahnen seines Vaters und den Rabbinern von Dvinsk erfüllen.

Unsere Gebete werden bestens Bedacht für Israel-Dovid ben Aron-Avrum Pitel.

(9 Ijara 5775) 223. Johrzeit, Rabbiner Joseph b. Meir Theomim

Jüdischer Friedhof in Slubice

(bis 1945 Frankfurt (Oder))

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Galizischen Rabbiner; geboren in Lemberg im Jahre 5487 (1727), gestorben in Frankfurt (Oder)  im Jahr 5552 (1792). Während noch jung folgte er seinem Vater in der Position der Prediger und Lehrer in der rabbinischen Jeschiva von Lemberg (Lviv). Später ging er nach Berlin, wo er schon mehrere Jahre in der Wette ha-Midrasch von Daniel Jafe. . Dann nahm er seine frühere Position in Lemberg und im Jahre 5542 (1782)  wurde Rabbiner ernannt Frankfurt (Oder), wo er bis zu seinem Tod blieb.

Te'omim, der als einer der führenden Rabbiner seiner Zeit war, war ein gründlicher Student der rabbinischen Literatur, und wurde nicht in den weltlichen Wissenschaften verlernt. Er schrieb: "Peri Megadim," eine zweifache Kommentar auf der Orah Ḥayyim-wobei ein Teil mit dem Titel "Mishbeẓot Zahab," die eine Superkommentar auf David ben Samuel "Ture Zahab," und die andere "Eshel Abraham", auf Abraham Abele "Magen Abraham "(Frankfurt(Oder), 1753)," Porat Yosef "Novellae auf Yebamot und Ketubot, mit Regeln für Halacha Entscheidungen (Zolkiev 1756)," Ginnat Weradim, "siebzig Regeln für das Verständnis des Talmud ( Frankfort(Oder) 1767), "Peri Megadim," eine zweifache Kommentar auf der Yoreh De'ah-wobei ein Teil mit dem Titel "Mishbeẓot Zahab," die eine Superkommentar auf David ben Samuel "Ture Zahab," und die andere "Sifte Da'at", auf Sabthai Kohen die "Sifte Kohen" (Berlin, 1772), "Tebat Gome," auf den Sabbatical Abschnitte (Frankfurt(Oder) 1782), "Schoschanat ha-'Amakim," eine Methodik des Talmud, zusammen mit dem vorhergehenden veröffentlicht; "Nein" am Megadim, "Kommentare zu den Gebeten, mit dem Gebet-Buch" Hegyon Leb. ​​" Te'omim links im Manuskript "Sefer ha-Maggid" (ein Kommentar zum Pentateuch und die Haftarot, Predigten für Sabbate und Feste, und eine zweifache Kommentar Pirḳe Abot) und "Em la-Binah" (Hebräisch, Aramäisch und Chaldaisch Lexikon; Neubauer, "Cat Bodl Hebr MSS...." Nr. 1500). In der Einleitung zu der letztgenannten Arbeit Te'omim erwähnt eine große Anzahl von Schriften seiner eigenen, auf Halacha und Ethik, die nicht mehr in Existenz.

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25. April begann die Restaurierung von Grabsteine  in den alten jüdischen Friedhof in Potsdam.

Der Koordinator : Fachbereich Stadterneuerung und Denkmalpflege Stadt Potsdam

Restaurator: Naturstein Potsdam GmbH

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